Hanf im Shintō: asa in Japan
Hanf, japanisch asa, dient im Shintō vor allem als Faser für Reinigungsstäbe und Ise-Seile. 2020 gab es laut Ministerium in Japan noch 30 Anbauer.
Kunst, Musik, Mode, Bücher und Geschichte: wie Hanf und Cannabis in der Kultur Europas vorkommen, erzählt mit Quellen.
Hanf, japanisch asa, dient im Shintō vor allem als Faser für Reinigungsstäbe und Ise-Seile. 2020 gab es laut Ministerium in Japan noch 30 Anbauer.
Das Einheitsabkommen von 1961 führte Cannabis in Liste I und IV. Am 2.12.2020 strich die UN-Suchtstoffkommission es aus Liste IV, Liste I blieb.
Der Club des Hashischins traf sich etwa 1844 bis 1849 im Pariser Hôtel Pimodan. Gautier schrieb 1846 einen Bericht, Baudelaire 1860 eine moralische Abrechnung.
Der Marihuana Tax Act von 1937 band Cannabis in den USA an Steuer und Registrierung und wirkte faktisch als Verbot; Harry J. Anslinger warb dafür.
Assassinen und Haschisch: Belegt ist seit 1122/23 ein arabisches Schimpfwort, aus dem „Assassine“ wurde. Drogen als Methode der Nizari sind Legende.
Mit dem Genfer Opiumabkommen vom 19. Februar 1925 kam Cannabis als „indischer Hanf“ unter internationale Ausfuhrkontrolle, eingebracht von Ägypten.
Am kleineren Altar von Tel Arad wies eine Studie 2020 Cannabisreste nach, am größeren Weihrauch. Warum „kaneh bosm“ als Cannabis trotzdem eine These bleibt.
Hanf-Mythen im Faktencheck: Die Unabhängigkeitserklärung steht auf Pergament, frühe Jeans waren aus Baumwolle, für Fords Hanfauto fehlt der Beleg.
Herodot beschrieb im 5. Jahrhundert v. Chr., wie Skythen Hanfsamen auf glühende Steine warfen. Was Funde aus Pazyryk und Jirzankal davon bestätigen.
Jazz und Cannabis in den 1930er Jahren: Liedtitel, Louis Armstrongs Festnahme 1930 und eine Drogenbehörde, die Jazz mit rassistischen Klischees verknüpfte.
Kriegshanf: Die USA warben 1942, das Deutsche Reich um 1943 für Faserhanf, weil beide Seilfasern einführten und der Krieg Ersatz verlangte. Film, Fibel, Folgen.
„Reefer Madness“, um 1936 als Warnfilm „Tell Your Children“ gedreht, wurde ab 1972 zum Kultfilm: Das Mitternachtspublikum lachte über seine Übertreibung.
Hanf stammt nach Genomdaten aus Ostasien, wo die Domestizierung vor rund 12.000 Jahren begann. Was Pollen, Samen und Fasern über seine Herkunft zeigen.
Die Silhouette, ein Profil in Schwarz, wurde im 18. Jahrhundert in Frankreich Mode. Der Scherenschnitt gilt in der Schweiz und China als lebendige Tradition.
Bleisatz baut Text aus gegossenen Lettern, gesetzt im Winkelhaken und gespannt im Schließrahmen. Bis in die 1970er Jahre war er im Druck üblich.
Eine Camera obscura wirft durch ein kleines Loch ein kopfstehendes Bild in einen dunklen Raum. Sie half Zeichnern und führte zur fotografischen Kamera.
Ein Exlibris ist ein kleines Blatt im Buchdeckel, das den Eigentümer nennt. Seit Ende des 15. Jahrhunderts belegt, hilft es heute der Provenienzforschung.
Ein Herbarbeleg ist eine gepresste Pflanze mit Etikett. Die Praxis entstand im 16. Jahrhundert in Norditalien, heute liegen Millionen Belege in Sammlungen.
Ein Stillleben zeigt unbelebte Dinge in gewählter Anordnung. Die Gattung blühte im 17. Jahrhundert in den Niederlanden und reicht bis zu Cézanne und Morandi.
Ein Globus trägt die Karte der Erde oder des Himmels auf einer Kugel. Der Nürnberger Erdapfel entstand um 1492, später druckte man die Segmente.
Die Encyclopédie von Diderot und d'Alembert erschien 1751 bis 1772 in 17 Text- und 11 Tafelbänden, trotz Verboten. Die Kupfertafeln zeigen das Handwerk.
Wunderkammern vereinten vom 16. bis 18. Jahrhundert Kunst, Natur, Instrumente und Dinge aus fernen Ländern in einem Raum, als Vorläufer der Museen.
Kanevas und Canvas gehen nach den Wörterbüchern auf das lateinische Wort für Hanf zurück. Gemeint war zuerst ein grobes Tuch, später Stickgrund und Malfläche.
Höhenlinien verbinden Punkte gleicher Höhe: Liegen sie eng, ist es steil. Dazu kommen Schraffen und Schummerung; in Deutschland beziehen sich Höhen auf NHN.
Pfeffer stammt von der Malabarküste Indiens und kam über Rom, Venedig, die Portugiesen und die VOC nach Europa. Schwarz, weiß, grün: ein Korn, drei Verfahren.
Seiler verarbeiteten Hanf und Flachs im Rückwärtsgehen zu Garn und schlugen es auf langen Bahnen zu Tau. Einige Bahnen sind in Museen erhalten.
Eine Sonnenuhr zeigt die wahre Ortszeit, nicht die Zonenzeit. Längengrad und Zeitgleichung erklären die Abweichung; Museen bewahren Klappuhren aus Nürnberg.
Bevor Hanf in Deutschland ein politisches Wort wurde, war er ein Arbeitsmaterial. Eine Spurensuche von den Seilern der Hansezeit bis zum Konsumcannabisgesetz.
Cannabis kehrt im Hip-Hop immer wieder, nicht von Anfang an und nicht in einer einzigen Bedeutung. Ein Rundgang mit Belegen statt Playlist. Stand 30.09.2026.
Vier dokumentierte Positionen aus Museen: Fred Tomaselli, Robert Arneson, botanische Zeichner und Dan Colen. Sachlich, mit Quellen und ohne Konsumbilder.
Wer über Cannabis schreibt, bekommt aus dem Bildarchiv fast immer dasselbe Motiv. Woher es stammt, warum es wenig erzählt und was CULTIVÉ ihm entgegensetzt.
Von der Faser über die Kulturgeschichte bis zur Kunst: Häuser und Ausstellungen nach Thema, mit Laufzeiten nach Angabe der Häuser. Stand 30.09.2026.
Drei Objekte, ein Ort und eine Frage, mit Quelle und Stand-Datum. Jeden Sonntag.
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