Cannabinoide außerhalb des Hanfs
Cannabinoide gibt es nicht nur im Hanf: Lebermoose der Gattung Radula und die südafrikanische Strohblume Helichrysum umbraculigerum bilden sie ebenfalls.
Terpene, Aroma, Lagerung und Herkunft: was hinter Duft und Geschmack steckt, sachlich und mit Quellen.
Cannabinoide gibt es nicht nur im Hanf: Lebermoose der Gattung Radula und die südafrikanische Strohblume Helichrysum umbraculigerum bilden sie ebenfalls.
Ein Chemotyp ordnet Hanf nach Inhaltsstoffen, vor allem nach dem Verhältnis von THC zu CBD. Die Forschung nutzt ihn, da das Verhältnis messbar und erblich ist.
Hanfsamen sind botanisch Nüsschen mit viel Fett und Eiweiß. Für THC gelten seit 2023 EU-Höchstgehalte, die Samen sind kein Novel Food, CBD-Extrakte schon.
Nutzhanf ist Hanf aus EU-Sorten mit höchstens 0,3 Prozent THC, genutzt für Fasern, Schäben und Samen. Anbauen dürfen nur Agrarbetriebe mit Anzeige bei der BLE.
Der israelische Chemiker Raphael Mechoulam (1930–2023) klärte 1963 die Struktur von CBD, isolierte 1964 mit Yehiel Gaoni das THC und fand 1992 das Anandamid.
Trichome sind Haare der Pflanzenhaut, die vor Licht, Hitze und Fraß schützen. Als Drüsenhaare bilden sie Stoffe, beim Hanf ein Harz mit Cannabinoiden.
Den THC-Gehalt von Hanf bestimmen Labore per Gas- oder Flüssigchromatographie. Wie THCA eingerechnet wird und wie die EU-Methode für Nutzhanf abläuft.
Woher der Geruch von Hanf kommt: Terpene erklären ihn nur zum Teil. Die Forschung nennt auch Spuren anderer Stoffe, etwa flüchtige Schwefelverbindungen.
Ahornsirup ist eingekochter Saft des Zuckerahorns. Die Farbe hängt von Mikroben und Kochdauer ab; Nordamerika misst sie in vier Klassen.
Für Olivenöl wird die Frucht zu Paste gemahlen, malaxiert und per Presse oder Zentrifuge getrennt. Die EU-Klasse folgt aus Säuregehalt und Panel-Test.
Ob Reis klebt oder locker bleibt, hängt vor allem vom Amylosegehalt der Stärke ab. Dazu kommen Poliergrad und bei Duftreis der Stoff 2-Acetyl-1-pyrrolin.
Kaffee ist der Kern der Kaffeekirsche. Ernte, Aufbereitung als natural, washed oder honey, Trocknung und Schälen machen daraus grünen Rohkaffee.
Kakaobohnen sind Samen einer Frucht. Nach der Ernte gären sie zwei bis zehn Tage mit Hefen und Bakterien in ihrem Fruchtfleisch und trocknen dann.
Bei der Karamellisierung zerfällt Zucker unter Hitze und baut sich neu auf. Haushaltszucker bräunt bei etwa 170 °C, ab etwa 177 °C wird er bitter.
Bei der Maillard-Reaktion reagieren Zucker und Aminosäuren unter Hitze; so werden Brotkruste, Kaffee und Kakao braun und duften. Beschrieben wurde sie 1911/12.
Safran besteht aus den getrockneten Narben von Crocus sativus, drei je Blüte. Crocine geben die Farbe, Picrocrocin die Bitterkeit, Safranal den Duft.
Kochsalz ist Natriumchlorid, das meist in Würfeln kristallisiert. Gewonnen wird es als Steinsalz, Siedesalz aus Sole oder Meersalz aus Becken.
Gebraute Sojasoße entsteht aus Sojabohnen, Röstweizen, Koji und Salzlake und reift sechs bis acht Monate. Hydrolysierte Würze wird mit Salzsäure gewonnen.
Grüner und schwarzer Tee kommen von derselben Pflanze. Schwarzer Tee oxidiert nach dem Rollen, beim grünen stoppt Hitze die Enzyme gleich zu Beginn.
Umami gilt als fünfter Grundgeschmack, ausgelöst vor allem durch Glutamat. Kikunae Ikeda wies den Stoff 1908 im Seetang Kombu nach, ein Rezeptor folgte 2002.
Vanille ist die Frucht einer Orchidee aus Mesoamerika. Ihr Aroma entsteht nach Handbestäubung und Reife erst im Curing, wenn Glucovanillin gespalten wird.
Wasserhärte ist der Gehalt an Calcium und Magnesium. Versorger nennen jährlich den Härtebereich; die Mineralien wirken auf Tee, Kaffee und den Kalk im Kessel.
Riechen beginnt in einem briefmarkengroßen Areal im Nasendach. Die meisten Düfte aktivieren mehrere Rezeptoren; das Muster ist die Grundlage des Erkennens.
Zwei Wörter aus der Botanik des 18. Jahrhunderts, die im Handel heute etwas anderes bedeuten: Herkunft, Fachstreit und Etikettengebrauch. Stand 30.09.2026.
Wie sich Aroma hält: Licht, Luft, Wärme, Feuchte und Behälter bei Kräutern und Gewürzen, dazu der rechtliche Rahmen sicherer Verwahrung. Stand 30.09.2026.
Parfümerie, Weinkunde und Kaffeeverkostung haben Wörter für Düfte geordnet. Ein Sprachführer mit Beispielen aus Küche und Gewürzschrank. Stand 30.09.2026.
Kiefernwald, Orangenschale, Lavendel, frisch gemahlener Pfeffer: Hinter vielen vertrauten Düften stehen dieselben Stoffe. Eine kleine Chemie des Riechens.
Drei Objekte, ein Ort und eine Frage, mit Quelle und Stand-Datum. Jeden Sonntag.
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